Leitartikel HAKA KT-Nr. 11/12 2009

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DER NEUNUNDDREISSIGSTEN HAKA/BESPO-FREIZEIT-UMSATZ-RANGLISTE MIT DEN DATEN VON 2008 ZUM GELEIT:

(er) Konnten wir heute exakt vor einem Jahr noch die Aussage zur Situation in der HAKA mit „es sieht also nicht schlecht aus in diesem Bereich der Branche“ beschreiben, so ist das heute Schnee von gestern. Zwar haben sich die Umsätze noch nicht ins Minus gedreht, dennoch wurde bereits sichtbar, dass die Umsatzsteigerungen verglichen zum Vorjahr an Fahrt verloren haben. Sorgen machen dabei vor allen Dingen auch die Exportquoten, die nicht mehr in dem Mass steigen, wie man das aus der jüngsten Vergangenheit gewohnt war. Das soll nicht bedeuten, dass die deutsche Herrenbekleidung im Ausland heute weniger gefällt, es lässt vielmehr die gesamtwirtschaftliche Entwicklung erkennen. Es ist dabei zum erklärten Ziel der Klar’schen Umsatz-Ranglisten geworden, die Zahlen und Daten differenzierter aufzubereiten, um den Informationsgehalt nochmals wesentlich zu steigern.

Die Situation in der HAKA-Umsatz-Rangliste stellt sich zwiegespalten dar. All jene Firmen, die den Schwerpunkt der Sortimente im BESPO-Bereich haben, können zunächst keine Krise erkennen, wie es sich auch auf der Winter-ispo in München eindrucksvoll dargestellt hatte. Die Mehrzahl der Unternehmen waren mit den Orderrunden hundertprozentig zufrieden. Schlechter sieht es schon bei der klassischen HAKA aus, wie man es in diesen Tagen bei der Bilanzpressekonferenz der ahlers group erfahren konnte. Nach den noch drei ersten guten Quartalen des abgelaufenen Geschäftsjahres 2008 brachte das vierte Quartal einen Einbruch, der die ersten Auswirkungen der weltweiten Finanzkrise das Unternehmen spüren liess. Lag das Umsatzplus zum Ende des dritten Quartals noch bei stolzen 7,2 Prozent, so verringerte das vierte Quartal das Umsatzwachstum für das Gesamtjahr auf lediglich 3,2 Prozent.

In der Prognose für 2009, die eigentlich im Moment noch niemand so recht wagen will, gibt sich die HAKA-Branche mit gerade einmal einem Plus von einem Prozent verhalten optimistisch. Wir halten im KLAR-TEXT dagegen, dass, da die Konjunktur der vergangenen drei Jahre nie so richtig in der Bekleidungsindustrie angekommen war, jetzt auch die Krise nicht in vollem Umfang durchschlagen kann. In diesem Sinne sehen wir die Zukunft in der Gesellschaft von Renzo Rosso, dem Diesel-Chef, der da sagt, dass Krisen gut sind, weil nur die übrig bleiben, die wirklich etwas können. So werden diejenigen überstehen, die kreativ sind, Retail können, ordentlich entwickelt sind, eine gute Logistik haben und moderne Systeme. Die müssen sich keine Sorgen machen.

Redaktion KLAR-TEXT im März 2009

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