Anita KT 25/26 2011

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DER VIERZIGSTEN MASCHEN-UMSATZ-RANGLISTE MIT DEN DATEN VON 2010 ZUM GELEIT:

(er) Das hatten wir schon lange nicht mehr: Deutsche Maschenkonfektionäre melden eine hohe Kapazitätsauslastung, erwartet dazu noch eine Steigerung und das vor allen Dingen durch eine verstärkte Inlandsnachfrage. Konnten in der Vergangenheit die Geschäfte meist nur noch durch den Export kompensiert werden, so wird nach langer, langer Zeit der „homemarket“ wieder zum Motor der Branche. So meldet auch der Gesamtverband der deutschen Maschenindustrie: Die Lage ist gekennzeichnet von hoher Kapazitätsauslastung, mit der die Maschen- und Miederfirmen weiterhin großteils zufrieden sind. Fast alle Unternehmen erwarten in den ersten Monaten einen weiteren Anstieg. Ähnlich positiv ist die Beurteilung der Umsatzentwicklung im Innland: Neun von zehn Unternehmen bezeichnen sie als gut oder befriedigend. Im Bereich Wäsche wird die aktuelle Lage sogar durchweg als zufriedenstellend beurteilt. Bei den Auslandsumsätzen sagen das immerhin 85 Prozent der Unternehmen, deutlich mehr als noch im Quartal davor.

Getrübt wird das positive Bild jedoch von einer regelrechten Preisexplosion bei textilen Rohstoffen und Vorerzeugnissen. Insbesondere im Baumwollbereich haben sich die Garnpreise international innerhalb weniger Monate nahezu verdoppelt. Höhere Produktionskosten in Asien sowie die Teuerung in Transport und Logistik belasten die Beschaffungsseite zusätzlich. Zwei Drittel der Unternehmen gehen von weiter steigenden Preisen aus. Im Bereich Wäsche glauben das sogar fast 80 Prozent der Firmen. Schließlich ist von einer fortgesetzt stark wachsenden Nachfrage der Schwellenländer nach verschiedensten Textilfasern und einem Verbleib der Rohstoffpreise auf hohem Niveau auszugehen.

Da die Einsparpotenziale durch die fortgesetzten Kostensenkungsmaßnahmen der vergangenen jahre erschöpft sind, bleibt der Branche zur spürbaren Erhöhung der Verkaufspreise keine Alternative. Um überhaupt noch wirtschaftlich arbeiten zu können, werden viele Firmen ihre Preise um einen zweistelligen Prozentsatz anheben müssen. Qualitative Abstriche und empfindliche Ertragseinbrüche sind sonst unvermeidlich.

Mit dem schon traditionellen Dank, bei dieser Jubiläumsausgabe zum vierzigsten Mal, an die Unternehmen die gerade bei diesem ranking so bereitwillig unsere Recherchen unterstützt haben, verabschieden wir uns sehr freundlich.

Redaktion KLAR-TEXT, im Juni 2011

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