Trevira KT 51/52 2011

{untertitel}


Trevira die große Marke,
Trevira CS die Premiummarke.


Die Frankfurter Heimtextilmesse steht ante portas. Anfang Januar 2012 ist es wieder soweit und aus aller Herren Länder strömen zigtausende Besucher durch die Hallen. Trevira wird in diesen Tagen in Bestform vorbereitet, einen großen Auftritt haben. Diesen Eindruck musste gewinnen wer am Mittwoch den 30. November 2011 in Augsburg die Pressekonferenz im Staatlichen Textil- und Industriemuseum auf dem Gelände der ehemaligen AKS miterlebt hat. Geballte Frauenpower ist den Journalisten dort begegnet. Anke Vollenbröker (Marketingleiterin), Svenja Fromm (Manager Business Development) und Anja Greger (Produktentwicklerin) standen Rede und Antwort.

Das Jahr 2011 war für Trevira – wie für die Industrie insgesamt – nach einem guten Start im ersten Halbjahr geprägt von einer zunehmend gebremsten Konjunktur und Unsicherheit in den Märkten. Angesichts des verhaltenen Geschäftsklimas, vor allem in Europa, ist Trevira mit dem Geschäftsverlauf jedoch insgesamt zufrieden; man erwartet, dass die geplanten Absatzziele bis Jahresende in allen wichtigen Segmenten weitest
gehend erreicht werden. Allerdings stellt die Volatilität der Rohstoffmärkte nach wie vor einen schwer kalkulierbaren Unsicherheitsfaktor dar, und Preiserhöhungen können nur zeitversetzt und nicht in vollem Umfang an die Folgestufen weitergegeben werden.

Das Produktportfolio fokussiert sich sowohl im Faser- als auch im Filamentgeschäft weiterhin in Richtung Spezialitäten und kundenspezifische Lösungen. Zum einen sind dies insbesondere natürlich die schwer entflammbaren Fasern, Bikomponentenfasern für die Vliesstoffindustrie, pillarme Fasern für Bekleidung sowie auch PLA-Fasern (IngeoTM), wo die Versuche bei den Kunden inzwischen das Produktionsstadium erreicht haben. Für 2012 erwartet Trevira hier ein substanzielles Geschäft. Zum anderen sind in erster Linie die schwer entflammbaren und spinngefärbten Filamentgarne sowie Hybridgarne mit einer niedrig schmelzenden Komponente (NSK) hervorzuheben, aber auch spezielle Produktentwicklungen mit Schlüsselkunden.
Die konjunkturell bedingte Kaufzurückhaltung war zwar auch im Heimtextilmarkt und damit auch beim Absatz der schwer entflammbaren Fasern und Filamente zu spüren, aber auch in diesem Jahr zeigt sich die Entwicklungspipeline der Hersteller gut gefüllt. Es sind wieder eine ganze Reihe neuer Trevira CS Kollektionen auf den Markt gekommen, wie die hohe Anzahl von Markenanträgen beweist – diese liegen mit rund 2000 Einreichungen bis Ende Oktober auf dem Niveau des entsprechenden Vorjahreszeitraums.
Nach dem Eigentümerwechsel im Juli 2011 hat die Abstimmung der Geschäftsprozesse und zukünftigen Ausrichtung des Unternehmens mit den neuen Eigentümern Indorama und Sinterama begonnen, und inzwischen wurden erste gemeinsame Projekte und Maßnahmen zur weiteren strukturellen Optimierung des Geschäfts in Angriff genommen. Um das Geschäft mit den schwer entflammbaren Produkten und die Bekanntheit der Marke Trevira CS global auszubauen, plant Trevira die Marketingaktivitäten für seine Premiummarke in 2012 zu verstärken. Dies wird ein System spezieller Services für die größten, wichtigsten und loyalsten Trevira CS Kunden beinhalten. Das neue Marketingkonzept wird zurzeit entwickelt und soll anlässlich der Heimtextil-Messe im Januar 2012 den Kunden vorgestellt werden. Außerdem will Trevira die Maßnahmen zum Schutz der Marke Trevira CS verstärken und, nicht zuletzt auch im Interesse seiner Kunden, bestehende Kollektionen künftig einer verstärkten Kontrolle unterziehen.
Anja Greger präsentierte die neuen Trevira CS Produktentwicklungen, darunter stück-gefärbte Gewebe aus spinngefärbten Filamentgarnen, mit denen sich interessante Optiken und kundenspezifische Farbwelten erzielen lassen. Außerdem zeigte sie Weberei- und erstmalig auch Wirkereiartikel aus neuen feinen Hybridgarnen für innen liegenden Sonnenschutz.

Um dem zunehmenden Interesse von Kunden, Anwendern und Endverbrauchern an Informationen über die ökologisch relevanten Eigenschaften von Trevira Produkten Rechnung zu tragen, beauftragte der Faserhersteller die Beratungsgesellschaft Systain (Hamburg) mit der Erstellung einer Ökobilanz nach ISO 14040/44. Ziel dieser Studie war es, vom Bohrloch bis zur Laderampe den Verbrauch an Ressourcen sowie die Auswirkungen der Herstellung von Trevira Fasern auf die Umwelt zu definieren und im Vergleich zur am häufigsten verwendeten Naturfaser (der Baumwolle) darzustellen. Trevira schneidet mit der Herstellung seiner Polyesterprodukte in 8 von 11 Kategorien besser ab als Baumwolle.

Redaktion KLAR-TEXT, im Dezember 2011


Weitere Berichte ...

Showroms/Messen suchen




S & P Fashion GmbH