Trevira KT 01/02 2013

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TREVIRA
Mit einer starken Marke der Flaute trotzen

Der Faserhersteller Trevira hat in 2012 seine Struktur weiter umgebaut.Die Mitte des Jahres erfolgte Konzentration beider Produktlinien – Filamentgarne und Stapelfasern – auf jeweils einen Produktionsstandort (Guben bzw. Bobingen) ermöglicht kürzere Wege, schlankere Prozesse und Kosteneinsparungen. In Guben, wo bereits vor der Umstrukturierung der Großteil der Filamentgarne produziert wurde, sind nach der Schließung der Filamentspinnerei im Stammwerk Bobingen sowie der Verlagerung der Texturierkapazitäten aus Polen die Produktionsschritte für diese Produkte nun unter einem Dach zusammengefasst.

In der Textilbranche und der europäischen Automobilindustrie sind die Folgen der anhaltenden Eurokrise zu spüren. Hauptabsatzmarkt für Trevira CS ist die EU, mit einer großen Kundenbasis in den südeuropäischen Ländern, die in besonderem Maße von der Eurokrise betroffen sind. Hier werden Neubau- und Renovierungsprojekte im Objektbereich (wie bei Hotels und öffentlichen Gebäuden) verschoben. Auch die Entwicklung der Rohstoffkosten trägt nicht zur Verbesserung der Lage bei. Sie sind weiter gestiegen und bleiben voraussichtlich bis ins nächste Jahr auf einem höheren Niveau als Anfang des Jahres. Umso erfreulicher ist es, dass die Anzahl der Trevira CS Markenfreigaben von Januar bis Oktober im Vergleich zum Vorjahreszeitraum gestiegen ist.

Für 2013 wird Trevira die Maßnahmen zur Stützung und zum Ausbau der Marke sowie zur Kundenbindung weiter ausbauen.

Die Marketingaktivitäten für Trevira CS sind darauf ausgerichtet, alle Stufen der textilen Wertschöpfungskette mit maßgeschneiderten Services zu unterstützen und insbesondere die einzelnen Stufen zu vernetzen. „Die Globalisierung des Geschäftes, andauernde Konsolidierungsprozesse, die Auflösung von Grenzen zwischen den einzelnen Wertschöpfungsstufen und nicht zuletzt auch eine sich verändernde Messe- und Eventlandschaft müssen bei der Zusammenstellung von effizienten Servicepaketen berücksichtigt werden. So hat Trevira bereits 2012 begonnen, neue Akzente zu setzen“, so Anke Vollenbröker, Leiterin Marketing & Business Development bei Trevira. Im Mai nahm der Faserhersteller erstmalig auf der Proposte teil und präsentierte seinen zahlreichen Kunden ihre Trevira Ansprechpartner für die Unterstützung in Marketing und Geschäftsentwicklung in China, Osteuropa, den USA und im Mittleren Osten.

Für viele Kunden haben sich diese Kontakte und die Unterstützung vor Ort bereits als sehr hilfreich erwiesen. Der gemeinsame Auftritt mit Gold- und Silberpartnern auf der MoOD Brussels und der MoOD Yarns im September zeigt eine weitere Kundenkooperation, die von den Kunden sehr positiv bewertet wurde. Ein neues Konzept, der so genannte Jobber Day in New York im November, zielte auf die Vernetzung von europäischen Webern mit lokalen Händlern. Europäische Weber hatten hier die Gelegenheit, europäisches Design in die USA zu bringen und ihre Geschäftsbeziehungen hier auf- oder auszubauen. Matchmaking Events in Europa, Asien und USA, auf denen Kontakte zu Entscheidern im Objektbereich geknüpft wurden, rundeten das Programm ab.

Als Hersteller von Chemiefasern bekennt sich Trevira zu nachhaltigem Handeln. In den letzten Jahren sind hierzu einige Projekte auf den Weg gebracht worden. In einer detaillierten Dokumentation auf der Unternehmenswebsite gibt Trevira Auskunft über den Umgang mit der Umwelt und der Nutzung von Ressourcen. Im Jahr 2011 wurde eine Cradle-to-Gate-Studie zur Ökobilanz erstellt, in der nachgewiesen werden konnte, dass die Produktion von schwer entflammbaren Trevira Fasern in vielerlei Hinsicht umweltfreundlicher ist als die Produktion von Baumwollfasern. In diesem Jahr bestand Trevira das Audit nach DIN EN ISO 50001:2011 und hat somit Energiemanagementsysteme in seine Prozesse integriert.

Das größte Vorhaben für 2013 ist der Start eines Wiederverwertungskonzeptes für Trevira CS Stoffe, deren Nutzungsphase abgelaufen ist. Das Konzept sieht vor, dass die direkten Kunden der Trevira – Spinner, Garnveredler, Stoffhersteller – ihren Abnehmern bzw. dem Endanwender die Recyclingmöglichkeit für reine 100% Trevira CS Textilien anbieten. Die Nutzer der Textilien können sich unter Angabe der Markenfreigabenummer des entsprechenden Artikels bei Trevira registrieren und erhalten einen Nachhaltigkeits- und Recycling-Pass, der sie zur Rückgabe der Textilien nach Ablauf der Nutzungsphase berechtigt. Trevira nimmt Trevira CS Textilien, die frei von Schadstoffen, Rückständen und Verbundmaterialien sein müssen, zurück. Die Materialien werden überprüft und – wenn die benötigten Mengen zusammen gekommen sind – einer sinnvollen Verwertung zugeführt. Abschließend erhält der Einreicher eine Bestätigung, dass das Material wieder verwendet wird. Da es sich bei den gesammelten Textilien um sortenreine Trevira CS Ware handelt, können diese für Einsatzzwecke genutzt werden, in denen flammhemmende Eigenschaften erforderlich oder wünschenswert sind. Dies könnte beispielsweise der Einsatz als Isoliermaterial im Bereich des Dämm- oder Schallschutzes sein – denkbar sind hier Paneele im Bürobereich.

Raumakustikelemente basierend auf textilen Materialien haben nicht nur den Vorteil der Schallabsorption, sondern stellen zusätzlich ein sehr variables, dekoratives Element dar, welches sich hervorragend an die jeweilige Büroinneneinrichtung anpassen lässt. Textile Lösungen zur Verbesserung der Raumakustik finden z.B. Anwendung als Paneele, Trennwände, Deckensegel und Wandbilder. Sie können einzeln verwendet werden, oder mehrere dieser Elemente können je nach Verwendungszeck und gewünschtem Grad der Schallabsorption miteinander verbunden eingesetzt werden. Durch Einsatz von schwer entflammbaren Trevira CS Stoffen erfüllen die Produkte zur Verbesserung der Raumakustik außerdem die Brandschutz-Anforderungen, die z.B. in Büros und öffentlichen Gebäuden erfüllt werden müssen. Insgesamt gesehen hat sich der Einsatz von Schall absorbierenden Produkten vor allem im Bürosektor stark erhöht. Neue Produkte, insbesondere auch aus recycelfähigen Materialien, haben die Gestaltungsmöglichkeiten in diesem Sektor erweitert und neben der Funktion auch attraktive Design-Lösungen für
Büroinneneinrichtungen geschaffen.

Redaktion KLAR-TEXT, im Januar 2013





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