Wülfing

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WÜLFING
Beständigkeit und Wandel
(er) So lautete die Headline einer Pressemitteilung vor drei Jahren als das Unternehmen sein 125 jähriges Jubiläum feierte. Es gibt sie also noch die lupenreinen Familien-betriebe. Was sich zunächst in der Überschrift wie ein Widerspruch liest, ist bei genauer Betrachtung die logische Konsequenz einer Erfolgsgeschichte So hat sich die Produkt-palette des traditionsreichen vollstufigen Textilunternehmens in den vergangenen ein-hundertfünfundzwanzig Jahren ständig geändert. Am Anfang stand die Produktion von Halbleinen-und Leinengeweben, später stellte man Tischdecken sowie Hand-, Geschirr-
Und Wischtücher her.
Nach dem zweiten Weltkrieg nutzte man den Babyboom, indem hochwertige Baumwollwindeln entwickelt wurden. Sie zeichneten sich durch Festigkeit, Saug-fähigkeit und Tragekomfort aus. Als Marktführer war Wülfing das einzige Unternehmen in Deutschland, das antibakteriell imprägnierte Windeln produzierte. Die hohe Qualität der Windeln unter dem Markennamen „Wundex“ setzte sich schließlich am Markt durch. Mitte der 60er Jahre gaben mehr als 70 Prozent der deutschen Mütter in einer Emnid-Umfrage an, Wundex-Windeln zu verwenden. Mit dem Aufkommen der
Einwegwindeln und dem Absinken der Geburtenzahlen kam Mitte der 70er Jahre
starker Einbruch für „Wundex“. Hatte man in Borken zunächst überlegt, ebenfalls auf
1/2 die Produktion von Wegwerfwindeln umzusteigen, entschloss man sich, den textilen
Wurzeln des Unternehmens treu zu bleiben.
So wurde Bettwäsche zum neuen Kerngeschäft von Wülfing. Auch hier setzte das
Unternehmen schnell Maßstäbe. Wülfing war nämlich eines der ersten Unternehmen,
das Anfang der 70er Jahre eine komplette Kollektion aus modischer Biber-
Bettwäsche herausbrachte. Schnell wurde Biber in Kauf- und Versandhäusern zum
Renner. Bereits 1975 machte Biber-Bettwäsche einen Anteil von 70% am
Gesamtumsatz von Wülfing aus. Konsequent investierte Wülfing in Weberei und
Ausrüstung in moderne Maschinen mit Breiten über 300 cm, um viele Exportmärkte
bis in die USA mit Bettwäsche beliefern zu können.
Heute produziert man an der Weseler Landstraße neben Bettwäsche auch
(Spann)betttücher, Matratzenschutzartikel, Gesundheits- und Lagerungskissen,
Tischwäsche sowie viele weitere Spezialartikel für den Bereich Haustextilien. Am
Standort Borken beschäftigt das Unternehmen rund 180 Mitarbeiter, seit 2001 im
eigenen Konfektionsbetrieb in Tschechien weitere 160.


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