Pierre Cardin KT 11/12 2014

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AHLERS AG Zurück zu alter Stärke

(ER) Das ist die grundsätzliche Aussage von Frau Dr. Stella Ahlers bei der Pressekonferenz in Düsseldorf am 12. März d.J., die sie zusammen mit ihrem Vorstandskollegen Dr. Karsten Kölsch abhielt. Etwas beschwipst kamen in der Vergangenheit die Kollektionen von Gin-Tonic daher und haben dabei die Umsätze vermasselt. Vielleicht etwas zu viel Gin, zu wenig Tonic, die Mixtur war nicht in Ordnung.
Bis 2016 gibt Dr. Stella Ahlers den warnenden Hinweis für die Rückkehr in die Gewinnzone von Gin Tonic: „Unsere Geduld ist nicht unendlich.“
Ende 2012 wurde bereits als Konsequenz daraus die Gin Tonic Woman nach Hause geschickt, was für das Geschäftsjahr 2012/13 einen Umsatzverlust von ca. 6 Mio. Euro bedeutete. Auch der Retail von Gin Tonic wurde neu strukturiert, so kam es auch bei Gin Tonic Men zu Verlusten, insgesamt waren es dann ca. 10 Mio. Euro die zu Buche schlugen. Dass man aber in Herford nach wie vor alles für das Label tut, zeigt die Berufung einer gleich dreiköpfigen Geschäftsleitung mit Michael Bach, Andreas Koerfer und Daniel Kraus.
Viel nobler kommt der Premiumbereich daher und hat sein Ziel mehr als die Hälfte des Gesamt-umsatzes zu generieren mit 64 Prozent (Vorjahr 60 Prozent) längst erreicht, vielmehr übertroffen.
Für den umsatzstärksten Primus inter pares Pierre Cardin gibt es ein neu entwickeltes Store- und Shop-Konzept, das „appartement français“ welches zur Premiere auf der Panorama in Berlin zum ersten Mal gezeigt wurde. Pierre Cardin ist im abgelaufennen Geschäftsjahr um 1,4 Prozent gewachsen.
Otto Kern konnte nach einem enttäuschenden ersten Halbjahr das daraus resultierende Umsatz-minus im zweiten Halbjahr durch ein kräftiges Plus kompensieren.
Die Umsätze im Segment Jeans & Workwear, mit den Marken Pioneer, Pionier Jeans & Casuals und Pionier Workwear sind im abgelaufenen Geschäftsjahr leicht um 1,4 Prozent auf 65,3 Mio. Euro gesunken (Vorjahr 66,2 Mio. Euro). Das EBIT vor Sondereffekten ging von 6,3 Mio. auf 4,9 Mio. Euro zurück.
Etwas unverständlich, da konjunkturbedingt die Arbeitsbekleidung sich im Aufwind befindet. Aber auch in diesem Segment hat bereits ein Geschäftsführerwechsel stattgefunden.
Pioneer hat den Umsatz um 7 Prozent gesteigert und wird im Sommer d.J. erstmalig auf der Panorama zu sehen sein.
Am meisten Spaß macht Baldessarini in der Konzernfamilie, da er mit einer Umsatzsteigerung von 17 Prozent allen Grund dazu hat. Das steigert naturgemäß die Investitionsbereitschaft , in Moskau und Dubai wurden drei neue Stores eröffnet, darüber hinaus in den E-Commerce, der zunehmend an Bedeutung für alle Marken gewinnt, investiert.
Für das laufende Geschäftsjahr ist ein Investitionsvolumen auf Vorjahreshöhe von ca. 5 bis 6 Mio. Euro geplant. Im Wesentlichen handelt es sich dabei um Investitionen für Shop-Systeme, Retail- und Online-Aktivitäten und Outlets, aber auch für Rationalisierung und Ersatzbeschaffung. In diesem Zusammenhang sind auch erste Investitionen in ein neues ERP-System zu nennen. Dieses neue Warenwirtschaftssystem soll bis 2016 einsatzbereit sein. Da die Ahlers AG traditionsgemäß ihre Aktien und Aktionäre hegt und pflegt, wird sie auch der diesjährigen Hauptversammlung, die am
6. Mai 2014 in Düsseldorf stattfindet, eine Dividende in Höhe von 0,45 Euro je Stammaktie und
0,50 Euro je Vorzugsaktie vorschlagen.
Bezogen auf die Kurse zum 30. November 2013 entspricht dies einer Dividendenrendite für die Stammaktie von 3,9 Prozent und für die Vorzugsaktie von 4,2 Prozent. Nach wie vor profitieren die Anleger der Ahlers AG damit von der überdurchschnittlichen Dividenden-Rendite.
„Wir sind mit dem abgelaufenen Geschäftsjahr nicht zufrieden“ sagt die Vorstandsvorsitzende
Dr. Stella Ahlers und dieses Statement will sie auf keinen Fall mit in das laufende nehmen, denn der Start ist vielversprechend mit einem Plus von 9 Prozent von Dezember bis Februar in der Vororder. Das gab es im Vorjahr nicht: Ergo – volle Kraft voraus
Zusammenfassung: Der Umsatz ist im Premiumsegment um 3 Prozent gestiegen und damit auf
64 Prozent am Gesamtumsatz gewachsen. Der Gesamtumsatz ist bedingt durch die Restrukturierung von Gin Tonic um 2,6 Prozent vermindert. Das Konzernergebnis ist wegen gestiegener Aufwendungen auf 5,6 Mio. Euro (Vorjahr: 7,3 Mio. Euro) gesunken.
Die Eigenkapitalrendite ist mit 60 Prozent nach wie vor grundsolide.


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