Ahlers Bilanz-Pressekonferenz
am 28.Februar 2018 in Düsseldorf



Noch zwei Jahre dann wird das von Adolf Ahlers sen. gegründete Unternehmen seinen einhundertsten Geburtstag feiern.
Die Vorsitzende des Vorstandes Frau Dr. Stella Ahlers begrüsst die Journalisten auch im Namen von Herrn Götz Borchert und Dr. Karsten Kölsch.
links: Dr. Karsten Kölsch - Dr. Stella Ahlers - Götz Borchert
 
Das abgelaufene Geschäftsjahr vom 1.Dezember 2016 bis November 2017 war schwierig trotz günstiger Rahmenbedingungen. Das Konsumklima war allgemein gut, nicht unbedingt für die Bekleidungsindustrie, ausgelöst durch steigende Online–Anteile und einen Preisverfall durch den immer schneller werdenden Rotstift. So musste der stationäre Einzelhandel ein Umsatzminus von 1,5 Prozent verkraften. In den Exportländern dagegen hat sich eine wirtschaftliche Erholung fortgesetzt, abgesehen von Russland und der Ukraine, die trotz Erholung noch weit von den früheren Umsätzen entfernt sind, Nichts desto trotz hat Ahlers den Umsatz um 1,4 Prozent gesteigert. In Deutschland 1 Prozent, in Mittel- und Osteuropa einschliesslich Russland und der Ukraine um 6,6 Prozent. Positiv war auch die Entwicklung des Cashflows aus betrieblicher Tätigkeit, der sich mehr als verdoppelt hat, er stieg über 100% auf 10,2 Mio Euro.
Durch beendete Aktivitäten war der Konzernumsatz leicht rückläufig, indem er von 237,8 Mio Euro auf 235,9 Mio Euro zurückging, was 0,8 Prozent Minus entspricht.
Wesentliche Ursachen für diesen Rückgang waren die beendete Geschäftstätigkeit der Marke Gin Tonic sowie das auslaufende Geschäft mit dem letzten großen Private Label-Kunden. Aufgrund dieser beiden Faktoren ging der Umsatz um 5,2 Mio.Euro zurück.

 
klartext-Titel
Pierre Cardin Denim Academy
 

Die Umsätze der fortgeführten Aktivitäten haben sich dagegen in einem rückläufigen deutschen und europäischen Bekleidungsmarkt positiv entwickelt und stiegen um 1,4 Prozent bzw. um 3,3 Mio.Euro. Damit konnten sie die erwartungsgemäss verloren gegangenen Umsätze allerdings nicht vollständig kompensieren.
Der eigene Einzelhandel hat im abgelaufenen Geschäftsjahr ein Umsatzplus von 2,3 Prozent erzielt und konnte auch auf vergleichbarer Fläche immer noch um 0,4 Prozent zulegen.

Von insgesamt 155 Stores (Vorjahr 148) führte Ahlers zum Geschäftsjahresende 28 Stores in Eigenregie (Vorjahr 30), davon acht im Inland und 20 vorwiegend im osteuropäischen Ausland mit Schwerpunkt in Polen und dem Baltikum. Im April 2017 hat Ahlers die fünfte Elsbach Denim Library in Westerland auf Sylt eröffnet.

 
klartext-Titel
Elsbach Denim Library
 
Der eCommerce hat eine weiterhin hohe strategische Priorität. Im Geschäftsjahr 2016/17 wuchs der eCommerce um 22 Prozent. Zu dieser Entwicklung trugen der 2017 gelaunchte Pierre Cardin Online-Shop sowie der Relaunch der Online-Shops von Baldessarini und Otto Kern auf Magento 2-Basis bei. Zum Umsatzwachstum beigetragen haben auch die Geschäfte auf den digitalen Marktplätzen in Deutschland. Deshalb wird man dieses Geschäft in diesem Jahr auch auf die Niederlande und Österreich ausweiten.
Trotz einer leichten Steigerung der Rohertragsmarge von 0,4 Prozent und gesunkener Personalkosten wegen der beendeten Geschäftstätigkeit von Gin Tonic ging das Ergebnis zurück.
Das EBITDA sank um 9,8 Prozent von 9,2 Mio. EUR auf 8,3 Mio. Euro. Das Konzernergebnis nach Steuern sank um 24 Prozent von 2,5 Mio. Euro auf 1,9 Mio. Euro.
Gründe für diese Rückgänge waren gestiegene Aufwendungen für Kommissionierungen für das Wholesale und den eCommerce, höhere Marketingkosten im eCommerce, gestiegene Vertriebskosten sowie Anschubkosten für die ersten Produktivsetzungen des neuen ERP-Systems.
Enttäuschend daran ist, dass die höheren Kosten vor allem im 4. Quartal angefallen sind, was schließlich dazu geführt hat, dass man die Ergebnisprognose am Ende nicht einhalten konnte.
Im Zeitraum der letzten drei Jahre haben die meisten deutschen Mode-Aktien spürbare Kursverluste hinnehmen müssen. Auch die Ahlers-Aktien waren davon betroffen.
Zwischen den Bilanzstichtagen 2016 und 2017 ist der Wert der Stammaktien einschließlich Dividende insgesamt um 13 Prozent zurückgegangen (ohne Dividende -15 Prozent). Die Vorzugsaktien gaben im gleichen Zeitraum um 11 Prozent nach (ohne Dividende -14 Prozent).
Ahlers setzt auch in diesem Jahr seine kontinuierliche Dividendenpolitik mit verlässlichen Dividendenzahlungen und hohen Ausschüttungsquoten fort.
Auf Basis des Novemberkurses 2016 erzielen die Anleger der Ahlers AG eine Dividendenrendite von 2,5 Prozent für die Stammaktie und 3,3 Prozent für die Vorzugsaktie.
Trotz des schwierigen Marktes sieht Frau Dr. Stella Ahlers im kommenden Jahr ein steigendes Konzernergebnis voraus.
Eugen Rapp


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